Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
Telefon: 0731 - 69955
Telefax: 0731 - 6021161
email: info[at]museum-brotkultur.de
Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 17 Uhr
Hinweis auf Schließtage
Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 €
Ermäßigt mit Ausweis: 2,50 €
- Kinder und Jugendliche
- Studenten, Wehr- und Zivildienst-
leistende
- Besucher mit Rentner- oder
Behindertenausweis
- Besuchergruppen ab 20 Personen
Familienkarte: 9,50 €
Freizeitpaß: 9,50 €
Museumspaß: 12,00 €
Mitglieder des Fördervereins: frei
Impressum
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2002
23.02. - 28.04.2002
Panificio - Bäckerei - Boulangerie. Arbeiten auf Papier von Sabine Frank
Sabine Frank wanderte von Südfrankreich über Norditalien nach Süddeutschland. An jedem Tag und an jeder Station hat sie ein Brot gekauft, es gemalt und dann verzehrt, manchmal allein, manchmal auch gemeinsam mit Freunden. Bis zur Ausstellungseröffnung entstanden auf diese Weise 1000 Brote. Der Wert von Brot und Gebäck liegt - zumindest in der westlichen Welt - in allererster Linie in seiner Bedeutung als täglicher Nahrung. Brot ist eines der wenigen Lebensmittel, dessen man nicht überdrüssig wird. Darüber hinaus ist es ein Symbol für Leben, Wachstum, Kraft und Erneuerung. Andererseits sind die ästhetischen Qualitäten von
Brot und Gebäck unbestritten. Sie hängen von Kreativität und Geschick und den handwerklichen Fertigkeiten des Bäckers ab und werden in hohem Maße von der
Kultur eines Landes und seinen regionalen Gebräuchen und Traditionen beeinflußt.
15.05. - 10.11.2002
"TA" Getreide und Brot im alten Ägypten unter Verwendung von Fotografien aus dem heutigen Ägypten von Rudolf R. Gebhardt
Die Gruppe ägyptischer Objekte in der Sammlung des Museums enthält sehr Verschiedenartiges und Seltenes, Kunstwerke und Alltagsgegenstände von ca. 3000 v. Chr. bis Christi Geburt. Neben Bronzestatuen von Isis und Osiris, bemalten Holzmodellen von Kornmahlerinnen und Brotträgern, Amuletten und Grabreliefs birgt sie als echte Rarität eine Kornmumie. Die leinenumwickelten Figuren aus Erde enthalten Getreidekörner und symbolisieren die Hoffnung auf Wiedergeburt. Sie sind Zeugnisse des ägyptischen Glaubens, in dem der Tod niemals das Ende, sondern immer die Schwelle in eine andere, bessere Welt voller Hoffnung bedeutete. Der Fotograf Gebhardt dokumentiert seit über 20 Jahren Ausgrabungen in Ägypten. Seine schwarz-weiß-Fotografien dokumentieren die ebenso spektakuläre wie meditative Landschaft sowie die untergehende Oasenkultur. Seine Fotos sind ästhetische Bereicherung der Ausstellung und zugleich Brücke ins Heute.
Zur Ausstellung erschien die Publikation "TA - Getreide und Brot im Alten Ägypten mit Fotografien aus dem heutigen Ägypten von Rudolf René Gebhardt"; Deutsches Brotmuseum Ulm, 2002; ISBN 3-00-009408-3
01.12.2002 - 09.02.2003
"Mensch-Brot-Magie/ L'Homme de Pain" - Sammlung Christine Armengaud, DIAB
Mehr als 15 Jahre war die französische Ethnologin Christine Armengaud in verschiedenen Ländern Europas auf den Spuren traditioneller Gebildbrote unterwegs. Sie hat die Gebäcke und die dazugehörigen Rezepte gesammelt, alte Filmaufnahmen und Fotografien ausgegraben, neue Fotos gemacht, mit den Bäckerinnen, seltener mit Bäckern geredet und mit ihnen zusammen gebacken. Kleine Brotfiguren, die Mensch und Tier vor Krankheit schützen sollen? Kunstvolle Gebilde aus Teig, an den Pfosten des Ehebettes gehängt, die das Glück und vor allem die fruchtbare Verbindung des Paares heraufbeschwören sollen? Gebackene Arme, Beine und andere Körperteile als Votivgaben - die die Teilhabe der Menschen an Ritualen und Festen verdeutlichen? Alles Aberglaube? Rituale geben Halt. Sie vermitteln dem Individuum ein Gefühl von Sicherheit, auch und in besonderem Maße, wenn sie in der Gemeinschaft erlebt werden. Ackerbau betreibende Völker haben von Anbeginn ihre Rituale in Zusammenhang mit dem Wachstums- und Jahreszeitenzyklus entwickelt. Unfähig zu erklären, was es mit Klima, Saat, Aufgehen des Getreides und Reifung dieses wichtigen Ernährungsgrundstoffes auf sich hatte, suchten die Menschen Zuflucht bei den Göttern. Sie baten um eine reiche Ernte und brachten Dankopfer aus dem, was sie selbst produziert und zubereitet hatten.
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