Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
Telefon: 0731 - 69955
Telefax: 0731 - 6021161
email: info[at]museum-brotkultur.de

Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 17 Uhr
Hinweis auf Schließtage

Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 €
Ermäßigt mit Ausweis: 2,50 €
    - Kinder und Jugendliche
    - Studenten, Wehr- und Zivildienst-
      leistende
    - Besucher mit Rentner- oder
      Behindertenausweis
    - Besuchergruppen ab 20 Personen
Familienkarte: 9,50 €
Freizeitpaß: 9,50 €
Museumspaß: 12,00 €
Mitglieder des Fördervereins: frei


Impressum



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2003
Ausstellung: " Bäckergeschichte(n) – Fundstücke aus dem Archiv des Museums der Brotkultur, Ulm "
19.01. - 31.03.2003
Bäckergeschichte(n) - Fundstücke aus dem Archiv des Museums der Brotkultur, Ulm

Es sind schon viele Bücher und Abhandlungen über die Geschichte des Bäckerhandwerks erschienen. Aber nur selten treten einzelne Bäcker als Persönlichkeit dabei in Erscheinung. Anhand von Fundstücken aus dem umfangreichen Archiv des Museums der Brotkultur wurde den Besuchern ein lebendiges Bild davon vermittelt, was es tatsächlich hieß, in alten Zeiten Bäcker zu sein. Konnte jeder sein Brot backen und verkaufen, wie und wo er wollte? Wie wirkten sich Kriege auf den alltäglichen Betrieb aus? Und was bedeutete die Industrialisierung im 19. Jahrhundert? Und was hatte es eigentlich mit den "Menschenbäckern" auf sich?

 

 

16.03. - 17.08.2003
"Gelungen geschlungen" zur Kulturgeschichte der Brezel

Die Brezel - für viele vor allem im süddeutschen Raum ist sie das wohl volkstümlichste Kleingebäck schlechthin, ein Alltagsgebäck eben. Die Brezel hat eine fast 800jährige Geschichte. So amüsant die vielen Legenden um die Entstehung der Brezel auch sein mögen, ein Brezelerfinder im eigentlichen Sinne des Wortes lässt sich nirgendwo ausmachen. Tatsächlich diente die Brezel bereits den frühen Christen als Abendmahlsbrot. Über die Klosterkirchen des Mittelalters verbreitete sie sich in vielen Teilen Europas und ist inzwischen als terminungebundenes Alltags- und Brauchtumsgebäck in süßer und salziger Form nicht mehr wegzudenken. In Süddeutschland gehört die Laugenbrezel zu den populärsten Kleingebäcken. Dass nichts ohne die Brezel geht, erkennt man spätestens bei einem Blick auf die Geschichte des Bäckerhandwerks. Beides ist eng miteinander verbunden, was ganz natürlich ist. Schließlich ist die Brezel als wohl typischstes Bäckerprodukt bereits vor über 700 Jahren zum Zunftsymbol sowie zum Verkaufszeichen der Bäcker geworden und ist es bis heute geblieben.

Zur Ausstellung erschien das Buch von Irene Krauß "Gelungen geschlungen - Das große Buch der Brezel - Wissenswertes, Alltägliches, Kurioses", Silberburg Verlag, 2003, ISBN 3-87407-550-8


Gelungen geschlungen – zur Kulturgeschichte der Brezel

 

 

17.05. - 17.08.2003Ausstellung:  Comic-Kunst aus der Backstube . Zeichnungen von Frank Benkowitz
"Brezman in Ulm" Comic-Kunst aus der Backstube. Zeichnungen von Frank Benkowitz

Wußten Sie schon? Des Schwaben liebstes Gebäck ist bedroht - die Brezel! Wäre da nicht Brezman, der seinen Super-Mantel schützend darüber hält, wie er das in immer wechselnden Abenteuern getan hat. Eine gewisse Ähnlichkeit zu einer anderen Heldenfigur ist nicht auszuschließen. Enganliegendes Trikot, wehender Mantel und Maske, in diesem Fall aber Brezel auf der Brust und im Gesicht. Die erste Idee zu der Comicfigur "Brezman" hatte der Bäckermeister, Sänger und Schauspieler Axel Grau bereits im Jahre 1993 im Kreise seiner Freunde vom "Kunstverein Fellbach e.V." Aber es dauerte noch weitere drei Jahre, bis unter dem Zeichenstift des in Esslingen geborenen Cartoonisten Frank Benkowitz Brezman wirklich das Licht dieser Welt erblickte.

 

 

20.09. - 16.11.2003Ausstellung: " Forschen gegen Hunger - 25 Jahre private Forschungsförderung für Ernährungssicherheit durch die Eiselen-Stiftung Ulm "
Forschen gegen Hunger - 25 Jahre private Forschungsförderung für Ernährungssicherheit durch die Eiselen-Stiftung Ulm

Wege aus dem Hunger sind auch immer Wege zu den Menschen. Die kleine My in Vietnam freut sich auf den Winter nach der Ernte, denn da bekommt sie endlich wieder Fleisch zu essen. Ein dreijähriger Junge in Äthiopien ißt den ganzen Tag nur trockenen Brotfladen aus Hirse, denn es gibt nichts anderes. Menschen, die tagtäglich chronisch an Hunger leiden, stehen seit 25 Jahren im Mittelpunkt des Interesses der Eiselen-Stiftung Ulm. In der Überzeugung, daß eine langfristige Ernährungssicherung auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung zu erreichen ist, betreibt die Stiftung Forschungsförderung. Wie überleben Nomaden in den Wüstenrandgebieten Kenias, deren Lebensgrundlage, die Kamele, von Krankheit und Tod bedroht sind? Wie berät man Frauen in Äthiopien, damit sie aus eigener Kraft die Ernährung für sich und ihre Familie sicherstellen können? Das sind Fragen aus einer Fülle von über 300 Forschungsprojekten, die von der Eiselen-Stiftung gefördert wurden. Doch die Reisen der Wissenschaftler in fremde Länder sind auch Reisen in fremde Kulturen und zu den Menschen, die dort leben. So haben die Forscher neben neuen Erkenntnissen auch jeweils Typisches aus der Region mitgebracht. Besucher der Ausstellung erfuhren nicht nur, was Agrarforschung für die Ernährungssicherung tun kann, sondern gewannen auch Einblicke in den Alltag, die Ernährung und die Landwirtschaft in Entwicklungsländern.

 

 

30.11.2003 - 01.02.2004Ausstellung: Spiele ums Brot – „Homo ludens – Der spielende Mensch“ Ein Gemeinschaftsprojekt im AsKI zusammengeschlossener Institutionen quot;
Spiele ums Brot - "Homo ludens - Der spielende Mensch" Ein Gemeinschaftsprojekt im AsKI zusammengeschlossener Institutionen.

Wir wissen alle, daß wir nicht mit Brot spielen sollen. Aber um das Brot wurde und wird gespielt. Was steckt dahinter? Das Museum der Brotkultur zeigte mittels des erweiterten Spielbegriffs, dass das Spielen um oder mit Brot in unterschiedlicher Weise geschieht. Zunächst denken wir natürlich an die Spielzeuge, die sich mit dem Thema Brot und vor allem mit seiner Herstellung beschäftigen. Dann ist der weite Bereich der Bräuche zu nennen, bei denen Brot eine zentrale Rolle spielt. Ganz Anderes kommt wiederum in den Blick, wenn man fragt, welches "Image" sich mit Brot, bzw. mit welchem Brot verbindet und wie dieses Image jeweils "ausgespielt" wird. Schließlich soll angedeutet werden, welche Funktionen Brot und Getreide in verschiedenen kultischen Zusammenhängen zukommen können.

 



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