Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
Telefon: 0731 - 69955
Telefax: 0731 - 6021161
email: info[at]museum-brotkultur.de
Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 17 Uhr
Hinweis auf Schließtage
Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 €
Ermäßigt mit Ausweis: 2,50 €
- Kinder und Jugendliche
- Studenten, Wehr- und Zivildienst-
leistende
- Besucher mit Rentner- oder
Behindertenausweis
- Besuchergruppen ab 20 Personen
Familienkarte: 9,50 €
Freizeitpaß: 9,50 €
Museumspaß: 12,00 €
Mitglieder des Fördervereins: frei
Impressum
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2004
15.02. - 18.04.2004
"Das Gesicht des Brotes" - Fotografien und Skulpturen von Ernst Hesse
Ernst Hesse aus Düsseldorf arbeitet bereits etliche Jahre in verschiedenen künstlerischen Medien und erstellte seit der zweiten Hälfte der neunziger Jahre Fotoarbeiten mit Brotlaiben. Die Photoarbeiten sind schwarz-weiß, aber zumeist als Silbergelatineabzug solarisiert und im Entwicklungsvorgang überarbeitet. Es entstehen Schlieren und überstrahlte helle Partien, wobei die Darstellungen in ihren tonalen Abstufungen verhalten farbig und geradezu plastisch wirken. Die Fotoarbeiten mit Broten gehören zum Werkkomplex mit dem Titel "Identität". In den Jahren 2000 bis 2002 schuf Ernst Hesse daneben Bronzeskulpturen, die Brotlaibe in Originalgröße darstellen. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele unterschiedliche Sorten und Formen von Brot wie in Mitteleuropa. "Brot" nimmt Hesse daher als Chiffre für die europäische Kultur schlechthin.
10.03. - 25.04.2004
"Der Tod der alten Mühle - Die Walzmühle in Vöhringen" Fotografien von Thomas Haas, Bellenberg
Die Walzmühle in Vöhringen, 1972 stillgelegt, wurde 1997 abgerissen. Der Besitzer hatte für das mächtige Gebäude keine Verwendung mehr. Damit ging eine über 300jährige Mühlengeschichte im Raum Vöhringen zu Ende. Die Ölmühle, 1679 erbaut, wurde im 19. Jahrhundert in eine Kunstmühle für Weizen und Roggen umgebaut und vermahlte im 20. Jahrhundert bis zu 20 Tonnen Getreide pro Tag. In den letzten Jahren des Mühlenbetriebs produzierte die Mühle mit 14 Walzenstühlen feinste Weizen- und Roggenmehle, die im gesamten Allgäu und angrenzenden Österreich vertrieben wurden. Thomas Haas erzählte in seinen Fotografien, wie aus einem imposanten sechsstöckigen Gebäude mit maschinenreichem Innenleben, ein Haufen Schutt wurde.
12.05. - 15.08.2004
"Panis Angelorum - Das Brot der Engel"
Thomas von Aquin nannte die Hostie das "Brot der Engel" (panis angelorum). Denn in der Hostie trifft sich beides: Die Vorstellung von der göttlichen Speise der Unsterblichkeit und die Erinnerung an das Brot, das der Mensch zum Leben nötig hat. Seit Jahren sammelt das Museum der Brotkultur Bilder und liturgische Geräte, die die Bedeutung des Brotes in der Religion reflektieren. Die Ausstellung zeigte, unter Heranziehung weiterer, namhafter Leihgaben, einen Überblick über die Kulturgeschichte der Hostie. Einleitend wurden in Gemälden des 15. bis 19. Jahrhunderts die wichtigsten biblischen Szenen vorgestellt, in denen Brot eine Rolle spielt: Von der Mannalese über die wunderbare Speisung des Propheten Elias bis hin zur Speisung der Fünftausend und dem Letzten Abendmahl. Weitere Themen der Ausstellung waren das Brot als Opfergabe, das Fronleichnamsfest und andere Formen mittelalterlicher und neuzeitlicher Eucharistie-Verehrung, das Brot in der Liturgie der West- und der Ostkirche sowie die Genese und Kritik der Lehre von der Gegenwart des Leibes Christi im Abendmahlsbrot sowie die gemeinschaftsstiftende Bedeutung des Brotbrechens im Abendmahl.
Zur Ausstellung erschien das Buch von Dr. Oliver Seifert (Hrsg.)
"Panis angelorum - Das Brot der Engel", Thorbecke Verlag, 2004,
ISBN 3-7995-0314-7
12.05. - 15.08.2004
"Vaterunser polyglott. Das Vaterunser in den Sprachen der Welt"
Nach einer Idee von Gerhard Adler, Redakteur des "Kulturellen Wortes" beim Südwestrundfunk, wurde auf dreizehn Fahnen in den verschiedensten Schriften und Sprachen das "Vaterunser" aufgezeigt. Dazu erklang in Abständen liturgische Musik aus unterschiedlichen Ländern und Zeiten.
12.09. - 31.10.2004
"Zwischen Kult und Alltag. Die Präkolumbische Sammlung des Museums der Brotkultur"
Mais war bereits eines der wichtigsten Nahrungsmittel für die Völker Mittel- und Südamerikas vor der
Eroberung des Kontinents. Es gab spezielle Götter und Riten rund um die Kultivierung des Maises.
Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, daß sich das Museum der Brotkultur in Ulm mit den
präkolumbianischen Kulturen Amerikas und mit dem Mais beschäftigt. Diese Pflanze gehört auch nicht zu den
klassischen Brotgetreidearten und ist bei uns eher als Viehfutter bekannt. Die gezeigten Ausstellungsstücke
entstammen ausnahmslos den beiden präkolumbianischen Hochkulturbereichen des alten Mexikos und Perus.
Beiden Kulturarealen ist gemeinsam, daß sich vor mehr als dreitausend Jahren Gesellschaften unter der
Führerschaft von Priestern und Fürsten entwickelten. Die unter oft schwierigen ökologischen Bedingungen
hervorgebrachte landwirtschaftliche Überschußproduktion ermöglichte es, spezialisierte Handwerkerinnen und
Handwerker zur Herstellung für einzigartige Kunstwerke freizustellen. 
Zur Ausstellung erschien die Publikation
"Die präkolumbianische Sammlung des Museums der Brotkultur", 2004
24 Seiten, 32 Abbildungen, 2 Karten
27.11.2004 - 09.01.2005
Weihnachtsausstellung "Himmelsbäckerei - die Engel backen"
In dieser Ausstellung stand das Backen und andere Aktivitäten rund um die Weihnachtszeit im Mittelpunkt. Eine Mitmach-Ausstellung für Groß und Klein. Die Besucher erwartete ein außergewöhnlicher Adventskalender, bei dem täglich unser erster junger Besucher ein Türchen öffnen durfte. Nikolaus & Co. und Lebkuchen & Mandelsterne waren nicht nur Themen in der Ausstellung, sondern auch von Backaktionen. Denn was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsgebäck? Wodurch aber wird das Backwerk zum Weihnachtsgebäck? Das erfuhren die Besucher auch sinnlich.
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