Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
Telefon: 0731 - 69955
Telefax: 0731 - 6021161
email: info[at]museum-brotkultur.de

Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 17 Uhr
Hinweis auf Schließtage

Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 €
Ermäßigt mit Ausweis: 2,50 €
    - Kinder und Jugendliche
    - Studenten, Wehr- und Zivildienst-
      leistende
    - Besucher mit Rentner- oder
      Behindertenausweis
    - Besuchergruppen ab 20 Personen
Familienkarte: 9,50 €
Freizeitpaß: 9,50 €
Museumspaß: 12,00 €
Mitglieder des Fördervereins: frei


Impressum





Installation einer Backstube um 1900
Installation einer Backstube um 1900, Erdgeschoss des Museums

 

Erdgeschoß des Museums
Erdgeschoss des Museums

Das erste Stockwerk des Museums
1. OG

Das zweite Stockwerk des Museums
2. OG

Der Museumsführer
Unser Museumsführer

Museum>>>Dauerausstellung

Dauerausstellung

Im Wesentlichen ist die Dauerausstellung des Museums der Brotkultur von zwei Themenschwerpunkten bestimmt. Der erste Ausstellungsteil zeigt die Technik- und Handwerksgeschichte rund um die Brotherstellung. Im zweiten Teil wird besonderes Gewicht auf die Dokumentation des Mangels an Brot (Hunger) im Laufe der Menschheitsgeschichte und auf die Auseinandersetzung mit der aktuellen Welternährungslage gelegt. Gleichzeitig präsentiert die Ausstellung eine einzigartige Sammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte des Brotes.

Foyer (EG)
Das Erdgeschoß bietet Raum für Sonderausstellungen und Veranstaltungen des Museums.
Den Auftakt zur Dauerausstellung bilden hier einerseits eine lebensgroße Installation einer Backstube um 1900 und andererseits das Gemälde "Arm und Reich oder Krieg und Frieden" eines Flämischen Meisters des 17. Jahrhunderts.


Aus Korn wird Brot (1. OG)
Der erste Teil der Dauerausstellung lenkt den Blick zunächst auf die Voraussetzungen der Brotherstellung von der frühzeitlichen Kultivierung verschiedener Getreidearten über die landwirtschaftliche Produktion bis zu den verschiedenen Mahlverfahren. Hier wie auch im Bereich der Teigbereitung und des Backens wird immer wieder deutlich, daß sich diese Herstellungsprozesse über Jahrtausende nur wenig geändert haben. Brot entsteht damals wie heute indem die Zutaten gemischt, der Teig gelockert, geformt und schließlich in einem geschlossenen, erhitzten Raum gebacken werden. Die technischen Innovationen vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts haben zur Vereinfachung und Verbesserung der einzelnen Arbeitsschritte geführt. Während auf dem Land das Brot für den Eigenbedarf meist selbst gebacken wurde, spielte der Verkauf von Brot in den Städten seit jeher eine wichtige Rolle für die Versorgung der Bevölkerung. Entsprechend wichtig war deshalb auch immer eine gewisse Kontrolle und Organisation der Bäcker. Wie andere Handwerker schlossen sie sich im Mittelalter vielerorts zu Zünften zusammen, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einfluß gewannen, und deren Selbstbewußtsein sich in zahlreichen, oft prächtigen Zunftgegenständen widerspiegelt. Der Rundgang wendet sich schließlich dem Brot als Nahrungsmittel zu; vor allem Informationen zu seiner Qualität und Vielfalt sowie Ernährungshinweise lassen sich hier finden.

Der Mensch und das Brot (2. OG)
Brot hat eine Bedeutung, die weit über seinen Wert als Nahrungsmittel hinausgeht. Im jüdischen und christlichen Glauben ist das Brot ein Symbol für das Leben geworden. Dieses religiöse Verständnis von Brot findet Ausdruck in Gemälden und kultischen Geräten. Bis vor 250 Jahren war der Mangel an Brot gleichbedeutend mit Hunger, da kaum andere Grundnahrungsmittel - wie Kartoffeln, Mais oder Reis - zur Verfügung standen, auf die ausgewichen werden konnte. Die Ausstellung zeigt in verschiedenen Epochen - Altes Ägypten, Antike, Mittelalter und Neuzeit - die Bedeutung von Hunger, dessen Ursachen und den Umgang der Menschen mit dieser Bedrohung auf. Doch der Hunger ist nicht allein ein Phänomen der Vergangenheit, sondern bedroht weiterhin mehr als 800 Millionen Menschen. Deshalb ist ein Teil der Ausstellung auch der gegenwärtigen Welternährungslage gewidmet. Schließlich bietet eine Auswahl aus der Kunstsammlung des Museums dem Besucher einen Einblick in die Geschichte des Brotes als einem selbständigen Gegenstand der Kunst.

Ein aktueller Katalog zur Dauerausstellung ist im Jahre 2007 erschienen. In ihm finden Sie Texte und Abbildungen zu den einzelnen Ausstellungsbereichen sowie eine allgemeine Einführung in die Tätigkeit des Museums.



Seit 2009 stehen den Besuchern des Museums der Brotkultur kostenlos Audioguides in deutscher und englischer Sprache durch die Dauerausstellung zur Verfügung.

Auf den drei Etagen finden sich momentan 47 etwa zweiminütige Hörstationen. Die Texte bieten Informationen zur Herkunft und Bedeutung einzelner Objekte oder tiefere Einblicke in historische Zusammenhänge und lassen gelegentlich auch die Objekte selbst zu Wort kommen. So läßt sich beispielsweise der Kleiekotzer im ersten Stock über sein Museumsdasein aus und erklärt ganz nebenbei, welche Aufgaben ihm in früheren Zeiten in der Mühle zukamen. Die Erläuterungen zu einzelnen Werken der Abteilung "Kunst und Brot" im zweiten Stock bieten ebenfalls einen leichtfüssigen Zugang zu den hochrangigen Gemälden und Plastiken.


Hörprobe:
1. Willkommensdialog für das Museum
2. Der Kleiekotzer
3. Ernährungspyramide

Realisiert wurden der Audioguide durch die Firma Soundgarden audioguidance GmbH in Unterföhring bei München.