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Unsere bisherigen Ausstellungen:
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So 27. März – So 22. Mai 2011
Brot und Salz
Gebräuche im Jahreskreis und Lebenslauf
sonderausstellung-brot-salz
Brot und Salz galten über Jahrhunderte als kostbare Lebensmittel, die für Wohlergehen, Sesshaftigkeit und Gemeinschaft standen. Bei uns ist der alte Brauch, Brot und Salz nach dem Einzug in eine neue Wohnung oder ein neues Haus als Gastgeschenk zu überreichen, mit dem guten Wunsch für das zukünftige Wohlergehen verbunden.

Doch dies ist nur einer von unzähligen, teils in Vergessenheit geratenen Bräuchen, bei denen Brot oder Gebäck eine Rolle spielen. Bereits bei Geburt und Taufe werden Gebäcke in Form von Zöpfen oder Kränzen geschenkt. Vorläufer der auch heute noch üblichen Hochzeitstorte, die vom Paar gemeinsam angeschnitten wird, war ein etwa 50 cm hoher, mit Blumen und Rosmarin geschmückter Baumkuchen. Bei Tod und Begräbnis ist Brot unter anderem Ausdruck der Verbindung mit dem/der Verstorbenen. Doch auch Brotspenden waren weit verbreitet. Daneben boten die Jahresfeste vielfältige Gelegenheiten für die Herstellung und den Genuss besonderer Gebäcke. Angefangen mit dem Neujahr, über Fastnacht und Ostern, Allerheiligen, Nikolaus und dem Weihnachtsfestkreis. Selbst für die Gedenktage bestimmter Heiliger wurden früher sogenannte Heiligenbrote gebacken, die in der Kirche gesegnet und dann als „Heilbrote“ verschenkt oder gespendet wurden.


So 5. Juni – So 14. August 2011
Robert Häusser

Das tägliche Brot. Photographien
Sonderausstellung Robert Häusser
Robert Häusser ist ein Meister des Schwarz­Weiß, einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Photographie. Robert Häusser begeistert sich früh für Photographie. Schon mit 17 Jahren entwickelt er vollkommen ohne Vorbilder und Anregungen von außen eine eigenständige und dichte Bildsprache. Nach Krieg und Gefangenschaft arbeitet Häusser sechs Jahre auf einem Bauernhof in der sowjetisch besetzten Zone. Dann flüchtet er in den Westen. Er arbeitet erfolgreich als Magazin­Photograph, etabliert sich. Lange Jahre photographiert er auch für die Industrie. Anfang der 70er Jahre fällt er dann die Entscheidung, keine kommerzielle Photographie mehr zu machen, sondern nur noch frei zu arbeiten. 1989 wurde ihm vom Land Baden­Württemberg der Professorentitel verliehen. 1995 erhielt er als erster deutscher Photograph den „Internationalen Preis für Photographie“ (Hasselblad Award) der Erna und Victor Hasselblad Foundation, den höchstdotierten Preis für Photographie, der oft auch als „Nobelpreis der Photographie“ bezeichnet wird. Vorgestellt werden Arbeiten aus vier Jahrzehnten, die sich mit den zentralen Themen des Museums der Brotkultur beschäftigten:
Brot, Nahrung, Landwirtschaft und Hunger.


So 11. September – So 6. November 2011
Armut
Perspektiven in Kunst und Gesellschaft

 

 

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Die Sonderausstellung widmet sich einem aktuellen und hoch brisanten Thema: Armut. Das gesellschaftliche Phänomen war und ist auch ein Motiv in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart. Rund 60 Exponate (Skulpturen, Gemälde, Graphiken, Photographien) veranschaulichen die unterschiedlichen Blickwinkel, welche die Kunst und die Künstler jeweils einnehmen. Deutlich wird dabei, wie sich der Umgang mit Armut und Armen im Laufe der Jahrhunderte in Europa verändert hat. Die Spanne reicht von der Verherrlichung als asketisches Ideal über die Kritik eines sozialen Missstan­des bis zur Ausgrenzung von Armen.

Die Ausstellung wurde vom Sonderforschungsbereich "Fremdheit und Armut" an der Universität Trier in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Simeonstift und dem Rheinischen Landesmuseum Trier entwickelt. Das Museum der Brotkultur stellte wichtige Leihgaben zur Verfügung und zeigt nun Teile der Ausstellung im eigenen Haus.Bundesministerin Frau Prof. Dr. Annette Schavan hat die Schirmherrschaft für die Ausstellung „Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“ übernommen.


So 27. November 2011 – So 15. Januar 2012
Christstollen, Panettone und Co.
Europäische Weihnachtskuchen

mdb_Weihnacht2011_FlyerDer Christstollen, ein Gebildgebäck, dessen Form an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern soll, ist wohl das älteste und weltweit bekannteste Weihnachtsgebäck Deutschlands. Doch während es ursprünglich für das christliche Adventsfasten aus einem sehr mageren Hefeteig hergestellt wurde, enthält es heute große Mengen Butter und Trockenfrüchte.

Ein fester und inzwischen auch gesetzlich geschützter Begriff ist selbstverständlich der Dresdner Stollen, der dort urkundlich erstmals im Jahre 1474 in einer Rechnung an das Hospital vom Heiligen Bartholomäus erwähnt wird. Doch Tradition hat dieses Gebäck längst nicht nur in Dresden, auch Naumburg oder Meißen schauen auf eine beachtliche „Stollengeschichte“ zurück. Schmackhafte Varianten sind der Mandel­, Nuss­, Mohn­, Quark­ oder Marzipanstollen, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Außerdem kennen natürlich auch viele andere Länder Europas süße und gehaltvolle Weihnachtskuchen; darunter der italienische Panettone, der englische Christmas Cake, der französische Galette des Rois oder der spanische Roscón de Reyes.Die Ausstellung wird einen genussvollen Streifzug durch die Stollengeschichte und einen Überblick über die Vielfalt europäischer Weihnachtskuchen bieten.

 

 

 

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