Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
Telefon: 0731 - 69955
Telefax: 0731 - 6021161
email: info[at]museum-brotkultur.de

Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 17 Uhr
Hinweis auf Schließtage

Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 €
Ermäßigt mit Ausweis: 2,50 €
    - Kinder und Jugendliche
    - Studenten, Wehr- und Zivildienst-
      leistende
    - Besucher mit Rentner- oder
      Behindertenausweis
    - Besuchergruppen ab 20 Personen
Familienkarte: 9,50 €
Freizeitpaß: 9,50 €
Museumspaß: 12,00 €
Mitglieder des Fördervereins: frei


Impressum

 

 

Willy und Hermann Eiselen
Willy und Hermann Eiselen

Dr. h. c. Willy Eiselen Senator e.h
Dr. h. c. W. Eiselen
Senator e. h.


Dr.Dr.h.c. Hermann Eiselen Senator e.h. e.h.
Dr. Dr. h. c. H. Eiselen
Senator e. h. e. h.

Museum>>>Sammler und Gründer


Sammler und Gründer

Um die Bedeutung des Brotes für den Menschen zu dokumentieren, sammelten der Ulmer Unternehmer
Dr. h. c. Willy Eiselen (1896-1981) und sein Sohn
Dr. Dr. h. c. Hermann Eiselen (1926-2009) seit 1952 alles rund um das Thema Brot. Im Jahr 1955 gründeten sie (gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten) aus privater Initiative das erste Brotmuseum weltweit als "Deutsches Brotmuseum" (seit 2002 "Museum der Brotkultur" in Ulm.


Dr. h. c. Willy Eiselen Senator e. h.
- 1896 im Schwarzwald geboren
- Studium der Chemie an der Technischen Hochschule
   Stuttgart
- Berufseinstieg in der Zulieferindustrie des Backgewerbes
- Gesellschafter der von ihm geleiteten Firma
- Kauf der Ulmer Malzfabrik (Ulmer Spatz)
- 1944 wurde die Firma zerstört
- 1946 Beginn des Wiederaufbaus
- 1952 Aufnahme der gezielten Sammeltätigkeit
- 1955 Gründung des Vereins Deutsches Brotmuseum e.V.
   durch Willy und Dr. Hermann Eiselen sowie fünf weitere
   Personen
- 1959 Ausstellung des Deutschen Brotmuseums im Ulmer
   Museum
- 1960 Eröffnung des Museums in der
   Fürsteneckerstraße 17
- 1971 Ehrendoktorwürde der Universität Hohenheim
- 1978 Gründung der Vater und Sohn Eiselen-Stiftung
- 1981 gestorben in Heidelberg

Anlässlich der Eröffnung des Deutschen Brotmuseums im Jahre 1960 sagte Willy Eiselen über seine Beweggründe: "Ich war nie ein Sammler aus Leidenschaft, ich war immer den Notwendigkeiten des Lebens verhaftet, und so entstand das Deutsche Brotmuseum nicht aus einer Passion heraus, sondern aus der klaren Erkenntnis der Wichtigkeit des Brotes für das Leben schlechthin. Ich denke dabei immer an die weltweite Bedeutung des Brotes... Es ist immer das Brot, das das letzte Wort hat."


Dr. Dr. h. c. Hermann Eiselen Senator e. h  e. h.
- 1926 in Nagold geboren
- Studium der Volks- und Betriebswirtschaft in Stuttgart,
   Heidelberg und Göttingen
- Promotion in Göttingen
- Amerikareise
- 1954 Eintritt in das väterliche Unternehmen als
   Geschäftsführer und Gesellschafter
- 1955 Mitbegründer des Vereins Deutsches
   Brotmuseum e.V.
- 1978 Gründung der Vater und Sohn Eiselen-Stiftung
- 1980 Verkauf des Unternehmens. Danach ausschließliches    Engagement beim Ausbau des Museums
- 1984 Senator e. h. der Universität Ulm und Senator e. h.
   der Universität Hohenheim
- 1991 Eröffnung des Museums im Ulmer Salzstadel
- 1996 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
- seit 2001 Vorsitzender des Stiftungsrates der
   Eiselen-Stiftung
- 2001 Bundesverdienstkreuz erster Klasse
- 2001 Ehrenmitglied des Landesinnungsverbands für das
   Württembergische Bäckerhandwerk
- 2001 Verleihung der Würde eines Brot-Senators durch den    Verband Deutscher Großbäckereien e. V. in Düsseldorf
- 2003 Ehrendoktor der Agrarfakultät der Universität
   Hohenheim
- 2005 Verleihung der Medaille der Stadt Ulm
- 2009 Verstorben am 21. Juni in Ulm

Nach dem Verkauf des Unternehmens wandte sich Dr. Hermann Eiselen ganz der Leitung des Museums zu. Ohne von den wesentlichen Ideen seines Vaters abzuweichen, entwickelte er die Ausstellung weiter zu einer modernen, besucherfreundlichen und didaktisch aufbereiteten Präsentation, in der das Thema Welternährung ein neues Gewicht gewann. Gleichzeitig richtete er die Sammlung unter kultur- und sozialgeschichtlichen Gesichtspunkten neu aus und erweiterte sie um einen substantiellen Bestand der Bildenden Kunst. Die heutige Bedeutung des Museums ist seinem unermüdlichen Engagement zu verdanken.

 

Aus einer Ansprache von Dr. Dr. h. c. Hermann Eiselen am 10. November 2003:

"Eine Welt, in der es eine große Zahl Hungernder gibt,
kann auf die Dauer keine friedliche Welt sein.
Wer den Frieden erhalten will,
muß sich also für die Freiheit von Hunger einsetzten"